Jagdbombergeschwader (ex) 38, Jever

JaboG 38 Sonderbemalung

 

Die Jets des ehemaligen JaboG 38 "Friesland"

Tornado IDS Norm 83B
IDS Norm 83B
TORNADO IDS Norm 83B mit GBU-24
IDS Norm 83B GBU-24
Tornado IDS Norm 83B mit MW-1
IDS Norm 83B MW-1
Tornado ECR Norm 83B Harm
ECR Norm 83B Harm
Tornado JaboG 38 Sonderlackierung "Last Call"
"20 Jahre JaboG 38 "
Tornado IDS Norm 95
IDS Norm 95

 

Geschwaderabzeichen

Wappen der ersten Staffel des ehemaligen JaboG 32 in Jever
1. Flieg. Staffel
Geschwaderwappen des ehemaligen JaboG 38
Geschwaderwappen
altes Staffelwappen der zweiten Staffel des ehemaligen JaboG 38
2. Flieg. Staffel
neues Wappen der zweiten Staffel des JaboG 38 in Jever
2./JaboG 38 neu

 

Lage des ehemaligen Standortes Jever

LagebildDer ehemalige NATO Flugplatz Jever/Schortens, auch genannt Upjever nach dem kleinen Weiler gleich daneben, liegt im Nordwesten der Bundesrepublik, nur wenige Kilometer von der Nordseeküste sowie dem Jadebusen entfernt. Die nächste Großstadt ist Wilhelmshaven, ca. 15 Km östlich vom Platz. Ungefähr 10 km Luftlinie westlich findet man den Flugplatz Wittmund, wo das (aktive) Jagdgeschwader 71 "Richthofen" beheimatet ist.

Geschichte

Die Ursprünge des JaboG 38 "Friesland" gehen bis in das Jahr 1957 zurück, allerdings liegen seine Wurzeln nicht von Anfang an auf dem Fliegerhorst Schortens/Jever, sondern bilden sich aus mehreren Komponenten heraus.

Am 1. April 1957 wird die "Waffenschule der Luftwaffe 10" in Nörvenich in Dienst gestellt, verlegt jedoch kurz danach nach Oldenburg. Ihre Aufgabe ist die materielle und personelle Unterstützung bei der Aufstellung der ersten Jagdgeschwader und die Weiterbildung der Jetpiloten zu Jagdfliegern. Anfang der 60er wird in Nörvenich eine 4./WaSLW 10 gegründet, die 20 F-104F, eine zweisitzige Starfighter Version erhält, um für das erste F-104 Geschwader der Luftwaffe (Nörvenich) die Umschulung der Piloten durchzuführen. 1964 schließlich wird der Fliegehorst Schortens ausgewählt um das Geschwader (die Waffenschule 10), verteilt auf die beiden Standorte Nörvenich und Oldenburg, zusammenzuführen. Seine Hauptaufgabe ist von da an, die F-104 Flugzeugführer, die von der Ausbildung in den USA zurückkehrten, an die Wetter bedingten Eigenheiten des europäischen Luftraums zu gewöhnen, die sog. "Europäisierung". Anfang der Achziger endet in Jever das Zeitalter des F-104 Starfighter . Der Tornado kommt.

Am 26. August 1983 entsteht aus der hierfür aufgelösten Waffenschule der Luftwaffe 10 und der 1981 für die Waffenausbildung des Tornado gegründeten Waffenausbildungskomponente an der Technischen Gruppe 11 des Luftwaffenversorgungsregimentes 1 in Erding, das Jagdbombergeschwader 38, mit 24 Tornado in einer Staffel. Seine Aufgabe ist die Waffenschulung der nach der Tornado Grundschulung im englischen Cottesmore zurückkehrenden Piloten und WSO. 1988 erhält das Geschwader den Traditionsnamen "Friesland". Im April 1989 wird eine zweite Staffel aufgestellt, die mit den ersten Tornado ECR ausgerüstet wird. 1994 wird das JaboG 32 in Lechfeld zum reinen ECR Geschwader und die 2./JaboG 32 tauscht mit der 2./38 die Flugzeuge. Nach der Auflösung von TTTE Cottesmore und Ausbildung der Tornado Besatzungen in Holloman AFB, USA, übernimmt das JaboG 38 wieder die Europäisierung. Am 30.06.1999 wird das JaboG 38 in seiner bestehenden Form aufglöst und am 01.07.1999 völlig reorganisiert wieder aufgestellt (Auflösung der Gruppen Ebene, Zusammenführung im Geschwader Stab). Auch die zweite Staffel wird aufgelöst und statt dessen ein EUROTAC Lehrgang eingeführt, der der taktischen Basisausbildung und einer vielschichtigen taktischen Fortbildung für alle Tornado Besatzungen dienen wird.

Am 31.08.2005 wird das JaboG 38 "F" außer Dienst gestellt. Seine Aufgaben übernehmen die Geschwader in Eigenregie.