Geschichte:
Die Erprobung neuer Fluggeräte bekam durch die rasante Entwicklung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine immer größer werdende Bedeutung:
Der Begriff "Erprobungsstelle" im Zusammenhang mit Luftfahrzeugen wurde 1933 zum ersten Mal in Deutschland angewandt. Im gleichen Jahr wurde eine zentrale Erprobungsstelle in Rechlin am Müritzsee (Mecklenburg-Vorpommern) gegründet.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die neue deutsche "Erprobungsstelle 61 für Luftfahrtgerät der Bundeswehr" am 01.10.1957 in Oberpfaffenhofen bei München (Bayern) gegründet.
1965-1966 Verlegung der Erprobungsstelle 61 nach Manching, 10 Kilometer südöstlich von Ingolstadt (Bayern), nachdem die Platzverhältnisse und die Infrastruktur wegen der veränderten Auftragslage nicht mehr ausreichend waren und die technische Ausstattung wesentlich modernisiert werden musste. Auch war die Standortverbindung mit der deutschen Luftfahrzeugindustrie ein mit entscheidender Gesichtspunkt für diese Verlegung.
Die starke Einbindung der gesamten Fach- und Systemtechnik der Erprobungsstelle 61 in den Wehrmaterialentstehungsgang, führte 1987 zur Umbenennung der Erprobungsstelle 61 in "Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge der Bundeswehr" (WTD 61). Damit wurde man dem erheblich erweiterten Aufgabenspektrum, welches auch Forschung und Technologie beinhaltet, gerecht.
1995 wurden die Fachgebiete für "Navigation" und "Triebwerke" eingerichtet. Sie sind heute alleinig für die Entwicklung, Beschaffung und Betreuung in der Nutzungsphase zuständig. Die wohl größte Aufgaben- und Nutzungserweiterung erfuhr die Dienststelle im August 1995 durch die Integration der bisher in München angesiedelten Dienststelle des "Leiters des Musterprüfwesens für Luftfahrtgerät der Bundeswehr". Dem entsprechend musste erneut die Bezeichnung der WTD 61 geändert werden. Sie heißt nun
Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge - Musterprüfwesen für Luftfahrtgerät der Bundeswehr |