Von allen Jagdbombergeschwadern der deutschen Luftwaffe, hat wohl das JaboG 32 aus Lechfeld die größte Anzahl an Norm, Sonder- und Testbemalungen der gesamten Luftwaffe aufzubieten. Als erster Tornado Verband erhielten seine Jets einen grauen Tarnanstrich. Zunächst als schnell aus dem Boden gestampfte Interrimslösung nach der Forderung des Geschwaders für den bevorstehenden Bosnien Einsatz - später dann im Rahmen der neuen Norm. Die silbernen Winkel, erkennbar an den Maschinen des EG 1 im Bereich der Lufteinlässe und der Hinterkannte der Fin, bestanden aus reflektierendem und fluoreszierendem Material und dienten dem Zweck die Nacht Formationsflüge durch bessere Erkennbarkeit des jeweils anderen Fliegers in der Rotte, sicherer zu gestalten.
Desweiteren überbieten sich die beiden Staffeln des Geschwaders, die 321 Tigers (1./JaboG 32) und die 322 Monsters (2./JaboG 32) regelmäßig mit immer wieder neuen und atemberaubenden Sonderlackierungen. Da die 321 Tigers Mitglied der NATO Tiger Association sind, haben sie wann immer keine operationellen Einschränkungen dagegen sprechen, die Erlaubnis einen Jet für das jährliche Tiger Meet zu bemalen. Damit die andere Staffel nicht zurückstehen muss, darf auch sie in regelmäßger Folge einen Monster-Jet kreieren.
Die folgenden Bilder zeigen den momentan von jet-prints.com erfassten Stand der Bemalungen. Weitere folgen sukzessive.
Norm 83B mit Kampfbeladung
Norm 95 Neuanstrich
Norm 95 'dirty'
ECR Überganslösung Bosnien
Norm 95 EG 1
30 Jahre Sonderlackierung
40 Jahre Sonderlackierung
NATO Tiger Meet 1996
NATO Tiger Meet 1999
NATO Tiger Meet 1994
NTM 94 'Twin 1' 46+36
NTM 94 'Twin 2' 46+40
NATO Tiger Meet 2003
Nato Tiger Meet 2007
50 Jahre JaboG 32
Wer von den gut informierten Besuchern sich jetzt fragt "wo sind die Monster Jets?" dem muß an dieser Stelle bescheinigt werden, daß er dies mit Recht tut. Leider muß von uns gesagt werden, daß wir im Moment noch zu wenig Bild Material besitzen um die Monster Entwürfe in qualitativ hochwertige Prints umsetzen zu können. Wir arbeiten jedenfalls daran und werden auch dieses eines Tages erledigt haben.
Geschwaderabzeichen
1. Flieg. Staffel
Geschwaderwappen
2. Flieg. Staffel
Technische Gruppe
Inst. Stff.
Flugbetriebsstff.
Wartungs- u. Waffenstff.
EloWa Stff
EloWa 1964
Lage
Geschichte des Jagdbombergeschwader 32
1956 - Am 7. Juli treffen die ersten Soldaten der neu geschaffenen Bundeswehr auf dem Lechfeld ein.
1958 - Am 22. Juli nimmt das Jagdbombergeschwader 32 seinen Dienst- und Flugbetrieb mit Maschinen vom Typ F-84F Thunderstreak auf.
1965 - Die Umrüstung auf die F-104G 'Starfighter' beginnt.
1982 - Das Geschwader beginnt mit der Umrüstung auf den IDS Tornado der beim JaboG 32 in der rein konventionellen Rolle geflogen wird.
1991 - Ab Mitte Mai beginnt die Erste Staffel auf das neue Flugzeugmuster ECR Tornado umzurüsten, der modernsten und neusten Variante des MRCA Tornado.
1995 - Das JaboG 32 verlegt im Rahmen des sich zuspitzenden Balkankonflikts mit 10 Maschinen auf de Stützpunkt Piacenza in Norditalien, und bildet dort zusammen mit dem AG 51 "Immelmann" aus Schleswig das Einsatzgeschwader 1 (EG 1).
Bis zum Ende dieses Konfliktes, der später im Kosovo Krieg kulminiert, fliegen die Tornados des JaboG 32 über dem ehemaligen Jugoslavien und schreiben deutsche Geschichte duch den ersten Kriegseinsatz (im Auftrag der UN) nach dem Zweiten Weltkrieg. Es werden ca. 236 HARM Raketen verschossen. Kein einziges Flugzeg der NATO wird erfolgreich duch bodengebundene Luftabwehr bekämpft.
1999 - Im Juli kehren die Flugzeuge von Piacenza nach Lechfeld zurück.
Auftrag und Unterstellung
Der Auftrag des JaboG 32 im Kriegs- und Übungseinsatz ist die Durchführung von Luftkriegsoperationen in der Einsatzrolle ETS/ESM, mit eigenen oder verbündeten Streitkräften unter bündnisgemeinsamer Planung und Operationsführung.
National untersteht das JaboG 32 dem Kommando 1. Luftwaffendivision.